Pränataler Vaterschaftstest: Stellen Sie eine Vaterschaft schon in den frühen Monaten einer Schwangerschaft fest

Die meisten Vaterschaftstests werden nach der Geburt eines Kindes, etwa in der Kindheit oder aber im Erwachsenenalter, zum Teil selbst post mortem durchgeführt. Manchmal werden Vaterschaftstests aber bereits während der Schwangerschaft durchgeführt. In diesem Fall spricht man von pränatalen Vaterschaftstests. Ein pränataler Vaterschaftstest ist – aufgrund der Art der Probenentnahme für einen solchen Test – recht aufwendig und bedeutet einen etwas größeren Zeitaufwand. Bei pränatalen Vaterschaftstests unterscheidet man zwischen invasiven und nicht-invasiven Tests.

Bei einem Vaterschaftstest warden die genetischen Marker des Kindes mit den Markern des vermutlichen Vaters verglichen. Die Problematik eines pränatalen Tests liegt auf der Hand: Wie erhält man eine Probe gentischen Materials vom Fötus, der sich noch im Mutterleib befindet? Es gibt eine Vielzahl von Methoden, fötale DNA zu gewinnen, wie etwa eine Fruchtwasseruntersuchung, Chorionzottenbiopsie oder PUBS (perkutane Nabelschnuruntersuchung), Eingriffe, die oft dazu eingesetzt werden genetische Abnomalien festzustellen, jedoch Risiken mit sich bringen. Die Eingriffe werden als invasive pränatale Tests bezeichnet. Aufgrund der Risiken verzichten viele werdende Mütter letztendlich auf diese Art von Tests, vor allem wenn es um die Feststellung einer Vaterschaft geht.

Nicht-invasive pränatale Vaterschaftstests

Schwangere Frauen, die noch während der Schwangerschaft erfahren möchten, wer der Vater des Ungeborenen ist, können alle mit invasiven Tests verbundene Risiken vermeiden, indem Sie eine wesentlich einfachere und zu 100% risikofreie Methode wählen, die als nicht-invasiver Test bezeichnet wird. Diese Art von Test entwickelt sich zu der bevorzugten Methode der pränatalen Feststellung einer Vaterschaft.

Die Vorteile dieses Tests

  • Die Probenentnahme ist einfacher als bei Tests wie z.B der Fruchtwasseruntersuchung. Ein nicht-invasiver Test erfordert lediglich eine Blutprobe der Mutter und einen Mundabstrich des vermutlichen Vaters. Klicken Sie hier für mehr Infos zur Probenentnahme.
  • Der nicht-invasive Test kann bereits ab der 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, während die Fruchtwasseruntersuchung erst ab der 15. Woche möglich ist.
  • Der entscheidene Vorteil ist, dass für die werdende Mutter und das Ungeborene absolut keine Risiken bestehen. Kein invasiver Test kann absolute Sicherheit für Mutter und Kind garantieren.
  • Der nicht-invasive Test ist – im Vergleich zu invasiven Methoden wie der Nabelschnur,- oder Fruchtwasseruntersuchung – relativ erschwinglich.
  • Ein nicht-invasiver Vaterschaftstest ist äußerst genau und zuverlässig. Im Falle einer Vaterschaft wird das Ergebnis Ihnen eine Vaterschaftswahrscheinlichkeit von 99.9% bestätigen.

Amniozentese & Chorionzottenbiopsie & PUBS

Alle drei Methoden werden Müttern ein Begriff sein, da diese Tests oft durchgeführt werden, um festzustellen, ob sich das Baby gesund entwickelt, oder etwa eine genetische Krankheit oder chromosomale Anomalie vorliegt. Diese invasiven Methoden werden aber nur angewandt, wenn vorhergehende Untersuchungen, wie z.B. eine Urinanalyse, indizieren, dass ein gesundheitliches Problem vorliegen könnte. Alle drei Prozeduren erfordern einen Eingriff durch einen qualifizierten Gynäkologen. Die benötigte Zeitdauer ist unterschiedlich, jedoch erfordern alle drei Eingriffe einen Ultraschall, um sicherzustellen, dass die eindringende Nadel korrekt platziert wird. Ein Ultraschall dauert circa 20 bis 30 Minuten. Alle drei erwähnten Methoden bergen das Risiko einer Fehlgeburt. Klicken Sie hier für mehr Informationen.

Innerhalb des letzten Jahrzehnts haben sich die Möglichkeiten, eine pränatale Probe vom Fötus zu gewinnen, bedeutend weiterentwickelt. Es ist nun möglich, fötale DNA aus dem Blut der Mutter zu extrahieren. Dies bedeutet, dass jeglicher invasiver Eingriff vermieden werden und somit ein Auslöser für Stress für das Ungeborene oder gar eine Fehlgeburt vermieden werden kann. Von der elften Schwangerschaftswoche an, wenn der Anteil fötaler DNA im mütterlichen Blut hoch genug ist, kann nun die fötale DNA vom mütterlichen Blut getrennt werden. Nachdem die fötalen DNA-Fragmente separiert wurden, werden dann bestimmte genetische Sequenzen analysiert und mit denen des vermutlichen Vaters verglichen, um eine Übereinstimmung zu bestätigen oder auszuschließen. Der nicht-invasive pränatale Vaterschaftstest bietet ein zu 99.9% genaues Ergebnis.

Die Probenentnahme fötalen Genmaterials aus dem mütterlichen Blut ist absolut risikofrei und erfordert weder Ultraschall noch einen gynäkologischen oder chirurgischen Eingriff. Zur Zeit werden Studien betrieben, um die nicht-invasive Methodik auch zur Erkennung genetischer Krankheiten oder chromosomaler Abweichungen, wie dem Down Syndrom, für welches das Vorhandensein eines zusätzlichen Chromosoms charakteristisch ist, verwenden zu können. Die Studien sind tatsächlich äußerst vielversprechend, viele führende Universitäten und Labroratorien haben hierzu bereits  Ergebnisse veröffentlicht. In naher Zukunft müssen Fruchtwasseruntersuchung und Choriozottenbiopsie immer seltener genutzt werden, was  für werdende Mütter eine gesündere und sicherere Schwangerschaft bedeutet.