Amniozentese & Chorionzottenbiopsie & PUBS

Diese drei Methoden der Gewinnung fötaler DNA-Proben werden als “invasiv” bezeichnet. Der medizinische Begriff „invasiv“ bezeichnet Eingriffe durch die Haut, in den Körper. Ein solcher Eingriff kann bei allen drei Methoden nicht vermieden werden.

Chorionzottenbiopsie kann zwischen der 10. Und 12. Woche durchgeführt werden. Chorionzotten sind kleine fingerartige Gewebestücke an der Wand der Gebärmutter. Die Chorionzotten und der Fötus stammen von derselben befruchteten Eizelle, und haben daher dasselbe Erbgut. Die Probe wird mittels eines Katheders durch den Gebärmutterhals oder mithilfe einer Nadel in den Unterleib genommen.

Amniozentese wird ab der 15. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Während des Verfahrens benutzt der Arzt Ultraschall um eine dünne Nadel durch den Unterleib in Ihre Gebärmutter einzuführen. Die Nadel entnimmt eine kleine Menge an Fruchtwasser, welches fötale Zellen enthält, aus denen dann die DNA des Babies extrahiert werden kann. Die Prozedur dauert zwischen fünf und zehn Minuten, hinzu kommt ein Ultraschall, der vor der Probenentnahme druchgeführt werden muss, um die Position des Ungeborenen festzustellen und somit sicherzustellen, dass die Nadel korrekt platziert wird.

Beide erwähnten Testmethoden bergen Risiken. Eine von 100 Frauen, die sich einem solchen Test unterziehen, erleiden eine Fehlgeburt.

Sobald die Proben genommen wurden, kann ein genetisches Profil des Kindes erstellt werden, das dann für einen Vaterschaftstest verwendet werden kann (in vielen Fällen auch zur Festellung der Gesundheit des Ungeborenen). Aufgrund des Risikos einer Fehlgeburt jedoch schrecken viele Frauen vor einem solchen Test zurück und lassen einen Vaterschaftstest erst nach Geburt des Kindes durchführen. Postnatale Vaterschaftstests sind absolut risikofrei, da die DNA-Proben der Beteiligten mittels Mundabstrichen von der Wangeninnenseite gewonnen werden und dann zur Analyse eingeschickt werden können.

Vaterschaftstests nach der Geburt

Wenn ein Vaterschaftstest nach der Geburt des Kindes durchgeführt wird, ist die Probenentnahme sehr einfach. Mundabstriche sind hierbei der einfachste und schnellste Weg der Probenentnahme. Alles, was Sie tun müssen, ist für einige Sekunden mit leichtem Druck an der Wangeninnenseite des Kindes entlang reiben,  um Zellen von der Wangenschleimhaut zu sammeln, aus denen dann die DNA extrahiert wird. Ein Vaterschaftstest vor der Geburt des Kindes jedoch gestaltet sich nicht ganz so simpel.

Vaterschaft ist eine sehr umstrittene Domäne. Die Anzahl jährlich durchgeführter Vaterschaftstests in den USA allein beläuft sich auf mehrere zehntausende. Eine Vaterschaft kann entweder pränatal oder nach Geburt des Kindes festgestellt werden. Ein Vaterschaftstest vor der Geburt des Kindes ist erheblich komplexer und erfordert eine völlig andere Probenentnahme-Prozedur.